Schulen ans Netz


n21„Schulen ans Netz“ war die Forderung von Wirtschaft und Politik. Viele Schulen sind inzwischen „drin“ und nutzen die neuen Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung. „Wir können schon selbst surfen. Und als nächstes lernen wir, wie man E-Mails schreibt“, berichtet der neunjährige Phillip stolz. Phillips Schule, die Eichenwallschule im ostfrisieschen Leer, ist seit 1999 online und bietet ihren Viertklässlern einen Internet-Einsteigerkurs. Im Rahmen des Projektes „Schulen ans Netz“ des Bundesministeriums für Bildung und der Telekom kamen die ersten Computer in die Grundschule in Niedersachsen. Im Frühjahr 2000 bewarb sich die Schule als eine der ersten für das Projekt „T@School“ und erhielt eine Medienecke mit vier internetfähigen Computern und einen kostenlosen Internetzugang. Mit viel Eigenintiative, aber auch Hilfe von Seiten der Telekom, lokaler Sponsoren und den eigenen Lehrern, Eltern und Schülern gelang der Einstieg in die vernetzte Welt.

@SCHOOL
Der Start des Projektes vor eineinhalb Jahren ging damals durch die Presse. Schulen konnten sich bei der Telekom bewerben und diese stattete sie in Kooperation mit den Soft- und Hardwareunternehmen Microsoft, Epson und Eicon mit einer Medienecke oder sogar mit einem zentralen Internetklassenzimmer mit 20 PCs aus. Zusätzlich erhielten die Schulen einen kostenlosen Internetzugang auf der Basis von ISDN oder sogar T- DSL. Nicht nur die Anschaffungskosten sollten dabei getragen werden, auch Folgekosten wie Lehrerfortbildungen und ein jahrelanger kostenloser Internetanschluss waren dabei. Inzwischen sind schon 5.000 Schulen mit Medienecken ausgestattet worden und weitere 30 Internetklassen entstanden.

@UNTERRICHT
Sind die technischen Vorraussetzungen erst einmal geschaffen, kommt es darauf an, die neuen Möglichkeiten in den Unterricht einzubinden. Die Grundschule Eichenwallschule hatte dazu viele Ideen. Ausflüge auf interaktive Museumsseiten machen den Sachkundeunterricht attraktiv und die Schüler konnten lebensnah die Vorgänge bei der lokalen Kommunalwahl beobachten. Im Musikunterricht brennen die Schüler ihre Darbietungen auf CD und zum Abschluss einer Internet-Stunde dürfen sie noch ein paar Minuten surfen. Ob nun auf der Homepage des Lieblings-Fußballvereins oder um etwas für das kommende Referat herrunterzuladen, der Spaß bleibt erhalten und der Umgang mit PC und Internet wird vertrauter. Mehrere Schulen nutzen das Internet auch, um den Kontakt zu Patnerschulen zu intensivieren. Schüler können ihren Brieffreunden regelmäßig E-Mails senden. Eine eigene Homepage bildet eine Kontaktplattform für die Schule. Beamer, Webcam und Scanner sind Erweiterungsmöglichkeiten für den Einsatz des Computers in der Schule. „Der PC wird zum normalen Unterrichtsgegenstand. Natürlich ersetzt die Technik keine Grundfertigkeiten, aber sie ist ein wichtiges Werkzeug bei der Aneignung von Lehrinhalten“, berichtet der Schulleiter der Eichenwallschule.

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